Knorpelchirurgie bei Doz.Dr.Pabinger

Durch die Zunahme der Lebenserwartung nützen Gelenke schneller ab als uns lieb ist. Prävention (z.B. Gelenkskapseln nach Dr.Pabinger) ist besser als eine Operation. Durch Knorpel-Chirurgie können in Einzelfällen Knorpelschäden hintangehalten oder völlig repariert werden. Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:

Microfracturing nach Steadman

Durch eine mechanische knochenmarkstimulierende Technik, die arthroskopisch erfolgt (Schlüssellochchirurgie) wandern Stammzellen aus dem Knochenmark in den Gelenksknorpel und bilden wieder einen Faserknorpel an den Stellen, wo vorher eine Knorpelglatze war. Vorher vorhandene Löcher und Hohlräume und Zysten (im Bild weiß) können verschwinden oder reduziert werden, da sie wieder aufgefüllt werden. Die 10 Jahres Ergebnisse aus der Literatur und aus eigener Erfahrung sprechen bei klar umschriebenen Defekten von 85-90% guten Ergebnissen.

Es soll aber nicht die Erwartung geschürt werden, dass Sie nachher wieder wie ein 20jähriger Mensch herumhüpfen können, sondern es handelt sich um ein Reparatur.

Vorher- / Nachher-Bilder (mit Klick auf das Bild vergrößern):

Knochen-Knorpel-Transplantation bei Arthrose im Kniegelenk

Bei dieser sogenannten Mosaikplastik (syn. OATS) werden defekte Areale eines Gelenks zylindrisch ausgebohrt und durch gesunde Knorpel-Knochen-Zylinder ersetzt.

Dieses Verfahren eignet sich für Defekte bis 2 oder 4cm2: VORTEIL: Eigener Knochen und Knorpel hat eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, gut anzuwachsen. Nachteil: Entnahmemorbidität (Schwächung der Entnahmestelle) Hier findet Sie ein Beispiel eines schweren Knorpelschadens im Kniegelenk, der mit OATS erfolgreich behandelt wurde. Den Erfolg bestimmt die Reparaturkompetenz der eigenen Zellen und er kann nicht garantiert werden. Erfolgsquoten in der Literatur und aus eigener Erfahrung sind je nach Diagnose 80-95%.

Ergänzende Therapie

Operation (OP): Knorpel-Transplantation – autologe Chondrozyten Implantation (ACI)

Die Hoffnung dieser Technik (Autologe Chondrocyten Implantation = ACI, Autologe Chondrozyten Transplantation = ACT) ist die Heilung von arthrotisch veränderten Gelenken, also Gelenksabnützung bei alten Menschen. Dies ist leider nicht möglich, da das Problem nicht nur der Knorpel ist sondern die Schicht unter dem Knorpel, die sogenannte subchondrale Zone, die bei alten Menschen verkalkt und die Knorpelzellen nicht mehr richtig ernährt.

Ausgezeichnete Ergebnisse erzielen wir bei unfallbedingten (=traumatischen) umschriebenen Knorpelschäden bis 6cm2. In Einzelfällen wurden bereits Defekte, die wesentliche Teile der Gelenksoberfläche betroffen haben, erfolgreich behandelt. 
Ein Nachteil dieser Methode ist, dass man in einer ersten Operation ein ca. reiskorngroßes Knorpelstück entnehmen muß, welches dann gezüchtet wird, um dann 5-10m2 Knorpel zu bekommen, der 4-6 Wochen später wieder implantiert wird. Den Erfolg bestimmt die Reparaturkompetenz der eigenen Zellen und er kann nicht garantiert werden. Erfolgsquoten in der Literatur und aus eigener Erfahrung sind je nach Diagnose 80-95%.

Ergänzende Therapie

MAST – Matrix assoziierte Stammzellen Transplantation

Das eleganteste und etablierteste Verfahren zur Behandlung von Knorpelschaden wie Chondromalazie, Osteochondraler Defekt, OD, etc... Vorteil: Nur eine Operation ist nötig und eine sehr hohe Rate an Erfolg. Hierbei werden durch einen 2mm langen und 5cm tiefen Stich in den Hüftknochen unter Narkose Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Das von Doz.DrPabinger angewendete Verfahren ist bei der Entnahmestelle – im Gegensatz zur herkömmlichen Knochenmarkpunktion –schmerzfrei und sicher und garantiert eine wesentlich höhere Anzahl an Stammzellen als mit konventionellen Methoden.

Die entnommenen Stammzellen werden auf ein dreidimensionales Fleece geträufelt, das der Matrix des menschlichen Knorpel derartig ähnelt, dass die Stammzellen sich im Fleece zu Knorpelzellen entwickeln. Das kann bewiesen werden durch Untersuchungen im Labor, im MRI und Bestimmung über Oberflächenproteine und das Verhalten der entstanden Zellen.

Dieses Fleece mit den Stammzellen aus dem eigenen Knochenmark wird dann über einen ca. 2cm kurzen Schnitt ins jeweilige Gelenk (Sprunggelenk, Kniegelenk) implantiert und auf die defekte Stelle gelegt, wo es innerhalb weniger Wochen anwächst und sich die Zellen zu Knorpelzellen entwickeln. Den Erfolg bestimmt die Reparaturkompetenz der eigenen Zellen und er kann nicht garantiert werden. Erfolgsquoten in der Literatur und aus eigener Erfahrung sind je nach Diagnose 80-95%.

Ergänzende Therapie

  • Retrograde Anbohrung oder direkte Anbohrung

    Als erster Schritt bei kleinen Defekten (bis 1cm2) oder als Verfahren bei mißlungener Behandlung von Knorpelschaden (Chondromalazie, Osteochondraler Defekt, OD, etc...). Auch wenn der Defekt unter dem Knorpel liegt, so kann dieses Knochenareal retrograd (von hinten) angebohrt werden, dadurch kann in vielen Fällen ein Wiederaufbau der geschädigten Substanz erfolgen, zum Beispiel bei Osteochondrosis dissecans.

    Unter Röntgenkontrolle wird mit einem 1-2mm dünnen Bohrdraht entweder arthroskopisch oder unter Sicht das erkrnakte Areal angebohrt. Damit kommen frische Stammzellen aus dem Knochenmark in die beschädigte Region und die Natur kann eine Heilung durchführen.

    Vorteil: Das Verfahren ist quasi minimalinvasiv. Den Erfolg bestimmt die Reparaturkompetenz der eigenen Zellen und er kann nicht garantiert werden. Erfolgsquoten in der Literatur und aus eigener Erfahrung sind je nach Diagnose 80-95%.

    Ergänzende Therapie

©2021 -  Priv.Doz.Dr.med.Christof Pabinger

Diese Seite bietet allgemeine Informationen zum Thema Orthopädie. Leistungen des OPZ als Krankenanstalt sind separat bezeichnet. Sofern keine Kennzeichnung erfolgt, handelt es sich um Leistungen der Ordination.

Impressum | Datenschutzerklärung | AGB & Datenschutz