Aus ihrem eigenen Blut werden Substanzen gewonnen, angereichert und reinjiziert, die Schmerz und Funktion der Gelenke positiv beeinflussen. Das Verfahren ist international seit Jahren anerkannt, ist aber sehr teuer und wird dadurch in Österreich nur von wenigen durchgeführt.
Der aggressive Botenstoff Interleukin-1 (IL-1, rot dargestellt) spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Arthrose, Rheuma und bei Entzündungen. Er fördert die Entzündung im Gelenk, dies führt zu Gelenkschmerzen und Knorpelzerstörung.
Wie wirkt ORTHOKIN?
Zur sanften Behandlung von Arthrose eignet sich der biologische körpereigene Gegenspieler von IL-1. Das Schutzprotein Interleukin-1 Rezeptorantagonost (IL-1Ra, blau dargestellt) verdrängt das aggressive IL-1 und wirkt damit entzündungshemmend, schmerzlindernd und knorpelschützend.
Wie funktioniert die ORTHOKIN-Therapie?
Blutentnahme aus einer Vene
Bebrütung bei Körpertemperatur (37°C). Dabei werden Schutzproteine gebildet. Dies geschieht in speziell zertifizierten Anlagen, anhand spezieller nanotechnologisch behandelter Oberflächen. (Eine Entzündung wird simuliert, die Zellen bilden Schutzproteine)
Autologes Conditioniertes Serum (ACS): Das Blutserum mit den SChutzproteinen wird getrennt von den Blutkörperchen.
1-2 Mal pro Woche erhalten Sie eine Injektion in das schmerzende Gelenk oder an den schmerzenden Nerv oder die entzundene Stelle.
4-8 Injektionen sind nötig.Die Therapie ist sehr teuer und wird nicht von der Kasse refundiert.
Auch Rückenschmerzen lassen sich erfolgreich behandeln durch epidurale Infiltration. Die Orthokin-Therapie kann lokal am Nerv oder der Bandscheibe die Entzündung behandeln. Diese auf 100% körpereigenen Stoffen beruhende Wirkung ist klinisch belegt und kann auch für Patienten mit Cortison-Allergie verwendet werden.
Wissenschaftlicher Wirkungsbeweis
Im Zentrum für Molekulare Orthopädie der Universität Düsseldorf wird seit 13 Jahren an dieser Methode geforscht, seit Jahren wird die Orthokin-Therapie mit Erfolg angewendet. Wegen der hohen Kosten war die Anwendung hauptsächlich Privatpatienten aus dem Ausland vorbehalten und in Österreich bis vor kurzem keine Anwendung möglich.
Die Wirksamkeit ist in den besten orthopädischen Journals publiziert und international anerkannt, da von vielen Universitäten international evaluiert und für gut befunden.
Schutzproteinanreicherung um Faktor 20
Konzentration (pg/ml)
IL-1 Ra
VEGF
PDGF
TGF-b
vor Inkubation
236
61
205
1.100
nach Inkubatio
4.300
307
20.000
13.000
Wirksamkeit besser als Cortison:
Publikationsliste (Auszug)
Autologous conditioned serum (Orthokine) is an effective treatment for knee osteoarthritis.Baltzer AW, Moser C, Jansen SA, Krauspe R. -Centre for Molecular Orthopaedics, Düsseldorf, GermanyOsteoarthritis Cartilage. 2009 Feb;17(2):152-60. Epub 2008 Jul 31.
Efficacy of epidural perineural injections with autologous conditioned serum for lumbar radicular compression: an investigator-initiated, prospective, double-blind, reference-controlled study.Becker C, Heidersdorf S, Drewlo S, de Rodriguez SZ, Krämer J, Willburger RE.Spine 2007 Aug 1;32(17):1803-8.
Autologous interleukin-1 receptor antagonist improves function and symptoms in osteoarthritis when compared to placebo in a prospective randomized controlled trial.Yang KG, Raijmakers NJ, van Arkel ER, Caron JJ, Rijk PC, Willems WJ, Zijl JA, Verbout AJ, Dhert WJ, Saris DB.Osteoarthritis Cartilage. 2008 Apr;16(4):498-505. Epub 2007 Sep 6.
Autologous conditioned serum in the treatment of orthopedic diseases: the orthokine therapy.Wehling P, Moser C, Frisbie D, McIlwraith CW, Kawcak CE, Krauspe R, Reinecke JA.BioDrugs. 2007;21(5):323-32. Review.
Clinical responses to gene therapy in joints of two subjects with rheumatoid arthritis.Wehling P, Reinecke J, Baltzer AA, Granrath M, Schulitz KP, Schultz C, Krauspe R, Whiteside T, Elder E, Ghivizzani SC, Robbins PD, Evans CH.Hum Gene Ther. 2008 Nov 5. [Epub ahead of print]
Efficacy of epidural perineural injections with autologous conditioned serum for lumbar radicular compression. Spine 2007;32:1803-8.Birkenmaier C, Leu HF, Veihelmann A.Spine 2008 Mar 1;33(5):576. No abstract available.
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