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Schulter

Rotatorenmanschettenriß

 

Ausdünnung der Sehnen, welche den Arm bewegen und an der Schulter ansetzen und Rissbildung.

Ursache:

  • Meist degenerativ
  • Sturz auf den ausgestreckten Arm (eher im mittleren und höheren Lebensalter)
  • Z.n. X-fachen Infiltrationen und Schwächung des Gewebes

Konservative Therapie:

  • Erlernen von Übungen, welche den Oberarmkopf nach unten ziehen
  • Kräftigungsübungen mit dem Tera-Band
  • Infiltrationen (in Ausnahmefällen)

Operative Therapie

  • Naht und Wiederverankerung des abgerissenen Teils der Rotatorenmanschette am Oberarmknochen (Mini Open RM-Repair)

 

Impingement

 

Anstossen des Oberarmkopfes am Schulterdach und Einzwicken der Sehnen der Rotatorenmanschette mit Entwicklung einer schmerzhaften Schleimbeutelentzündung

Ursache:

  • Muskuläre Dysbalance
  • Höhertreten des Oberarmkopfes
  • Anatomische Prädisposition durch gebogenes Schulterdach (Hooked Acromion)

Konservative Therapie:

  • Erlernen von Übungen, welche den Oberarmkopf nach unten ziehen
  • Kräftigungsübungen mit dem Tera-Band
  • Infiltrationen (in Ausnahmefällen)

Operative Therapie:

  • ASAD (arthroskopische subakromiale Dekompression)
  • Mini Open Bursektomie
  • Evtl. Rotatorenmanschetten-Repair

AC-Gelenksabnützung

Abnützung des Acromioclavikulargelenks (AC-Gelenks), der Verbindung zwischen Arm und dem Rumpf, das sogenannte Schultereckgelenk.

Bedingt durch das große Bewegungsausmaß des Armes kann dieses Gelenk bei Belastungen (v.a. Überkopfbewegungen und Arbeiten vor dem Körper z.B.: Bankdrücken in 45°) überlasten und abgenützt werden.

Ursache:

  • Einseitige Überlastung
  • Genetisch

Konservative Therapie:

  • Kräftigung der hinteren Schulterblattfixatoren und der Muskulatur des hintern Schultergürtels um das Gelenk zu entlasten
  • Infiltrationen

Operative Therapie:

  • AC-Gelenks Teilresektion (Entfernen der schmerzhaften und degenerierten Anteile des Gelenks)

 

Scapula alata

Wegstehen der Schulterblätter (Flügerl)

Ursache:

  • Meist habituell, das heißt ungenügende Koordination und Ansteuerung vom Gehirn aus, sogenannte erworbene, angelernte Fehlhaltung

seltene Ursachen:

  • Zerstörung des N. Thoracicus longus welcher den Muskel für die Schulterblattstabilisierung versorgt (zB: durch Viren, vorangegangene Operationen oder Druckschädigung (Rucksacklähmung, Parkbanklähmung))
Konservative Therapie:
  • Kräftigung des Muskels, welcher das Schulterblatt stabilisiert im Rahmen von Physiotherapie, Zuhilfenehmen von freien Hanteln und Tera Bändern

Operative Therapie:

  • sogut wie nicht möglich

 

Instabilität

Gefühl des Herausschnappens des Schultergelenks oder tatsächliche Luxation der Schulter, hauptsächlich bei Überkopfbewegungen.

Man unterscheidet die habituelle Schulterluxation (dabei luxiert die Schulter regelmäßig und meist können die Patienten die Schulter wieder selbst in die richtige Position zurückschnappen lassen) von der traumatischen Schulterluxation (diese tritt nur bei Unfällen auf und lässt sich meist spontan nicht in die ursprüngliche Lage zurückbewegen)

Ursache

  • angeboren (habituelle Schulterluxation)
  • erworben (Trauma, Verletzung)

Konservative Therapie:

  • Muskelkräftigende Übungen
  • Ruhigstellung mittels Schlinge oder Gilchristverband

Operative Therapie:

  • Stabilisationsopertion und Sanierung von Begleitverletzungen (Verletzung der Gelenkslippe = Labrumläsion) oder Sehnenein- und abrissen